30 Mitglieder der Feuerwehr Wilhelmsburg-Stadt nahmen an einer anspruchsvollen Übung in Ochsenburg teil. Noch während der Übungsnachbesprechung folgte die Alarmierung zu einer Türöffnung.
Am Montag, dem 19. Oktober, fand im Gemeindegebiet von Ochsenburg eine umfangreiche Feuerwehrübung statt. Die Übung wurde von der Feuerwehr St. Pölten-Ochsenburg ausgearbeitet. Neben der örtlichen Feuerwehr nahmen auch die Feuerwehr St. Pölten-St. Georgen sowie die Feuerwehr Wilhelmsburg-Stadt an der Übung teil.
Die Feuerwehr Wilhelmsburg-Stadt rückte mit insgesamt 30 Mitgliedern und sieben Fahrzeugen an. Diese beeindruckende Beteiligung zeigt einmal mehr, wie viele Feuerwehrmitglieder bereit sind, einen wesentlichen Teil ihrer Freizeit in die Aus- und Weiterbildung zu investieren, um die Sicherheit der Wilhelmsburgerinnen und Wilhelmsburger zu gewährleisten. Regelmäßige Übungen sind unverzichtbar, um im Ernstfall rasch, professionell und sicher helfen zu können.
Anspruchsvolle Menschenrettung im Wasserkraftwerk
Als Übungsannahme galt ein Unfall während Revisionsarbeiten an einer Turbine eines Wasserkraftwerks. Zwei Arbeiter waren dabei in einem unterirdischen Gang verunglückt und mussten gerettet werden.
Die besondere Herausforderung bestand darin, die verletzten Personen aus dem schwer zugänglichen Bereich zu bergen. Dafür kam eine Korbschleiftrage zum Einsatz. Ein bereits eingebauter Flaschenzug erleichterte die Rettungsarbeiten erheblich. Dadurch konnte die Anzahl der Mitglieder, die mit einem Fünfpunktgeschirr in den unterirdischen Bereich absteigen mussten, möglichst gering gehalten werden. Die eingesetzten Feuerwehrmitglieder übernahmen dabei sowohl die Menschenrettung als auch die erforderlichen Maßnahmen zur Eigensicherung.
Die Übung wurde im Beisein der EVN durchgeführt, die das Wasserkraftwerk als Übungsobjekt zur Verfügung stellte.
Brandbekämpfung und Atemschutzeinsatz
Zusätzlich wurde westlich des Gebäudes ein Brand angenommen. Dieser musste mithilfe der Drehleiter und mehrerer C-Rohre bekämpft werden. Auch ein Atemschutztrupp der Feuerwehr Wilhelmsburg-Stadt wurde in das Gebäude entsandt, um die vorgesehenen Maßnahmen durchzuführen.
Durch das Zusammenspiel der beteiligten Feuerwehren konnten unterschiedliche Einsatzszenarien unter realistischen Bedingungen geübt und die Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften weiter vertieft werden.
Die Feuerwehr Wilhelmsburg-Stadt bedankt sich bei der Feuerwehr St. Pölten-Ochsenburg für die Ausarbeitung und Organisation dieser lehrreichen Übung sowie bei der EVN für die Bereitstellung des Übungsobjekts.
Alarmierung noch während der Übungsnachbesprechung
Dass Feuerwehrmitglieder jederzeit mit tatsächlichen Einsätzen rechnen müssen, zeigte sich unmittelbar im Anschluss an die Übung. Während der Nachbesprechung wurde die Feuerwehr Wilhelmsburg-Stadt von der Bezirksalarmzentrale St. Pölten über Funk zu einer Türöffnung in der Lilienfelderstraße alarmiert.
Einige Mitglieder machten sich daraufhin umgehend auf den Weg zum Einsatzort. Über ein gekipptes Fenster konnte rasch ein Zugang zur Wohnung geschaffen werden.
Damit endete ein lehrreicher Übungsabend für die Feuerwehr Wilhelmsburg-Stadt mit einem weiteren Einsatz im Dienste der Bevölkerung.